Zu Gast bei den Rüsselkäfern

Geschichte der Rüsselkäfer

Rüsselkäfer (Curculionidae) gehören zu Familie der Käfer (Coleoptera) und können je nach Gattungen und Art eine Größe von etwa 20 mm erreichen. Ihren Namen verdanken die Tiere ihrem Rüssel (Rostrum) der für die meisten Gattungen typisch ist. Er stellt eine Verlängerung des Kopfes dar, an dessen ende sich die Mundwerkzeuge befinden. (Foto)

Schätzungsweise sind etwa 40.000 bis 60.000 Rüsselkäfer Weltweit vertreten, Etwa 900 kommen in Deutschland vor.

Eine Vielzahl unentdeckter Arten kommen vermutlich noch in den tropischen Gebieten vor.

Unter dem Namen Rüsselkäfer wird die gesamte Überfamilie zusammen gefasst. Die einzelnen Gattungen werden anhand iherer kopf- , Fühler sowie Rüsselform bestimmt. Es wird angenommen das sie die Artenreichste Familie aller Lebenwesen sind, von den gesamten uns bekannten Käferarten Weltweit sind etwa 3 % von ihnen Rüsselkäfer.

Einige Arten, der Getreiderüssler ist beispielweise besonders dafür bekannt, können erhebliche Schäden in der Landwirtschaft anrichten. Die meisten Arten jedoch führen ein eher verborgenes Leben und sind nur bei genauerer Beobachtung zu entdecken.

 

Bestimmungshilfe / Färbung

Rüsselkäfer werden an nicht ganz einfachen Merkmalen wie Beispielsweise an den Beinpartien bestimmt, aber auch spezielle Kennzeichnungen der Unterseite sowie Mundwerkzeuge der Tiere helfen bei der Bestimmung der einzelnen Gattungen.
Der Rüssel der Tiere reicht meist nicht aus um diese zu Identifiezieren da es leicht zu Verwechslung mit anderen Käferfamilien kommen könnte.

Einige Käferarten besitzen ebenfall eine Rüsselartige Verlängerung des Kopfes. Ein wichtiges Merkmal dieser käfer sind jedoch die meist geknickten Fühler mit einem verlängeretem Glied, dem Fühlerschaft. Am ende dessen befindet sich bei fast allen Arten, aus den letzen drei Gliedern, eine klar abgegrenzte Fühlerkeule.

 

 

 

Farbgebung

 

Die Färbungen der Tiere ist sehr unterschiedlich, neben vereinzelten bunten Exemplaren sind die meisten Rüsselkäfer allerdings unauffällig dunkel bis schwarz gefärbt. Es können aber auch einfarbig grünlich oder bläulich gefärbte vorkommen.

Zu ihrer Tarnung können Rüsselkäfer mit Schuppen bedeckt sein, andere wiederum sind kahl oder mit kleinsten Härchen versehen. Insbesondere zur Tarnung und somit zum Schutz vor Fraßfeinden haben vor allem Bodenbewohner eine eher dunklere Färbung, die in mitten des Waldbodens eher an Vogelkot oder totes Laub erinnert.

Andere Arten hingegen haben auf den ersten blick eine sehr aufällige Färbung, sitzen sie allerdings auf ihren Wirtspflanzen ähneln sie dieser und sind zum verwechseln ähnlich mit dessen Blätter und Zweigen.

Lebensweise

Fast alle Rüsselkäfer sowie deren Larven Leben phytophag, sie ernähren sich Pflanzlich. Rüsselkäfer haben sich  an die verschiedensten Lebensräumen angepasst und so werden beinahe alle Pflanzenarten besiedelt, selbst kleinste Wasserlinsen werden von einigen Arten befallen. Eine Vielzahl der Tiere bevorzugen allerdigs krautige Arten sowie weiches Blattgewebe.

 

Verbreitung

Rüsselkäfer sind eine sehr anpassungsfähige und weit verbreitete Käferart. Sie sind in Europa, Finnland und Norwegen, bis in teilen Schwedens zu finden. In Japan sind sie stellenweise vermehrt anzutreffen. Einge Arten bevorzugt meist tiefere Lagen sowie feuchte Laubwälder.

 

Fortbewegung

Bei der Fortbewegung nutzen die Tiere ihre ganz eigenen Methoden. Die Beine sind kräftig entwickelt und dienen zur Fortbewegung am Boden oder auf Wirtspflanzen. Dabei sind immer drei Beine gleichzeigit am Boden.

Um sich besser an den Wirtspfanzen festzuhalten, vorallem auf dicht beharten Pflanzen, befinden sich kleine Klauen an ihren Tarsen (vergl.Füßen) Dicht besetze Borstenpolster unter ihren Tarsen ermöglichen sogar eine Fortbewegung auf glatten Oberflächen bzw. an der Blattunterseiten.

Rüsselkäfer haben sich mit den Jahren an ihre Umgebung angepasst und sich dementsprechen über Generationen hinweg weiter entwickelt. So besitzen Beispielswese die am Bodern oder in Zweigen lebenden Käfer der Gattung "Bagous" stärker ausgeprägte Klauen als andere Arten.

Der Springrüssler verwendet seine kräftigen Beine auch zum springen und legt Distanzen von bis zu 0,50 Meter auf einmal zurück. Der Übergang in den Flug erfolgt meist stufenlos.

Bei dieser Generation haben sich die Vorderbeine verkürzt, sie zählen somit zu den sehr schlechten und nur langsamen Läufern.

 

Quellenangabe: Rheinheimer, Joachim; Hassler, Michael: Die Rüsselkäfer Baden-Württembergs. regionalkultur, 2013,

Hier geht es zur Rüsselkäferübersicht Deutschlands.

Zur Verfügung gestellt von kerbtier.de



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